Sie öffnen Ihr E-Mail-Programm, doch Ihr Postfach bleibt unerreichbar: gesperrt, gehackt oder vom Anbieter abgeschaltet. Die alten Nachrichten sind jetzt nicht einmal das größte Problem. Sie brauchen einen Rücksetzlink für den Online-Shop, einen Bestätigungscode fürs Streamingkonto oder Hilfe beim Behörden-Login – alles geht an dieselbe tote Adresse. Auch bei Bankzugängen, die E-Mail zur Bestätigung nutzen, kann das fehlende Postfach den Weg versperren.

Wie kommen Sie wieder an Ihre anderen Konten, wenn ausgerechnet das Postfach dafür fehlt?

„Ich kenne doch meine Passwörter“ – reicht das nicht?

„Ich kenne meine Passwörter. Dann melde ich mich eben an und ändere die hinterlegte E-Mail-Adresse.“ Dieser naheliegende Ausweg scheitert, sobald ein Dienst beim Anmelden einen Bestätigungscode an die alte Adresse schickt. Sie kommen gar nicht erst hinein, um etwas zu ändern. Die Funktion „Passwort vergessen?“ hilft dann genauso wenig: Ohne Zugriff aufs Postfach bleibt der Rücksetzlink unerreichbar.

Damit kann eine einzige Sperre eine ganze Kette blockierter Zugänge auslösen. Während Sie Kundendienste kontaktieren und Ihre Identität nachweisen müssen, laufen kostenpflichtige Verträge weiter; wichtige Fristen warten ebenfalls nicht. Eine Sicherung alter E-Mails rettet zwar Ihre Unterlagen, aber keinen neu eintreffenden Bestätigungscode.

Der wahre Wert Ihrer E-Mail-Adresse liegt also nicht nur in den gespeicherten Nachrichten. Sie ist der Generalschlüssel zu Ihrem digitalen Leben – und wenn der Anbieter die Adresse kontrolliert, haben Sie diesen Schlüssel nur gemietet.

Wem gehört Ihr Postfach wirklich?

Nach Angaben von Gerichtsmitarbeitern schaltete Microsoft 2025 das E-Mail-Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), der in den USA nicht wohlgelitten ist, infolge von US-Sanktionen ab; Microsoft wies später Berichte zurück, es habe seine Dienste für den ICC eingestellt.

Genau diese Macht eines US-Anbieters über einen Dienst in Europa ist das Problem. Ein US-Anbieter muss sich US-Recht und US-Druck beugen, und ein Vertrag schützt nicht davor.

Digitale Souveränität bedeutet deshalb auch, wichtige Anbieter ersetzen zu können. Auch europäische Institutionen wechseln inzwischen von US-Anbietern zu Alternativen.

Bei kostenlosen E-Mail-Adressen geht es um mehr als die bekannte Debatte „kostenlos gegen Daten“. Der eigentliche Preis ist die Abhängigkeit – und die verschwindet auch durch Bezahlen nicht, solange die Adresse an den Anbieter gebunden bleibt.

Eigene Adresse, ohne eigenen Server

Entscheidend ist der Name hinter dem @-Zeichen. Gehört er dem Mailanbieter, können Sie Ihre Nachrichten mitnehmen, aber nicht die Adresse. Registrieren Sie stattdessen eine eigene Domain, also einen Internetnamen wie ihrname.de, können Sie eine Adresse wie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. verwenden. Eine Website brauchen Sie dafür nicht.

Der unkomplizierte Weg ist ein Paket aus Domainregistrierung und Mailhosting – dem Betrieb Ihres Postfachs. Wählen Sie ein Angebot, das sich automatisch einrichtet. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Anbieter SPF und DKIM für Ihre eigene Domain automatisch einrichtet und verwendet. Sie müssen nicht wissen, was das ist – nur, dass der Anbieter die technischen Einzelheiten übernimmt. Diese Verfahren helfen empfangenden Maildiensten, echte Nachrichten von Fälschungen zu unterscheiden, und senken das Risiko, dass Ihre Post beim Empfänger im Spam landet.

Sie müssen keinen Server betreiben und keine technischen Einstellungen zusammensuchen. Lesen und schreiben können Sie wie gewohnt in Ihrem E-Mail-Programm oder im Browser.

Lassen Sie sich selbst als Domaininhaber eintragen. Die Registrierung kostet laufende Gebühren und muss verlängert werden; automatische Verlängerung und aktuelle Zahlungsdaten sorgen dafür, dass Sie das Nutzungsrecht an Ihrem Namen behalten.

Sie mieten weiterhin einen Briefkasten, aber die Adresse auf dem Schild gehört jetzt Ihnen.

Wird der Anbieter unzuverlässig oder der Kundendienst unbrauchbar, ziehen Sie mit Ihrer Domain und derselben E-Mail-Adresse zu einem anderen Anbieter. Ihre Kontakte müssen nichts ändern; auch die bei Shops und anderen Diensten hinterlegten Adressen bleiben gleich. Alte Nachrichten sichern oder übertragen Sie gesondert. Beim Wechsel kann der E-Mail-Empfang vorübergehend unterbrochen sein, aber Ihre Adresse lässt sich beim neuen Anbieter weiterverwenden. Stellen Sie dabei vor jeder Kündigung sicher, dass Ihre Domain separat weitergeführt oder zum neuen Anbieter übertragen wird, damit Sie sie nicht versehentlich mit dem alten Paket verlieren.

Ihre Domain hängt also nicht am Fortbestand des bisherigen Anbieters.

Zwei Vorteile sind dabei zu unterscheiden. Die eigene Domain sorgt dafür, dass Ihnen die Adresse gehört – das nützt sogar dann, wenn Ihr Postfach bei einem US-Anbieter liegt. Ein Anbieter im eigenen Land oder in der EU ist ein zweiter, davon unabhängiger Vorteil.

Der Anbieter sollte auch rechtlich erreichbar sein

Für den zweiten Vorteil zählt nicht die Technik, sondern der Firmensitz. Wählen Sie einen Anbieter in Deutschland oder einem anderen EU-Land, der nicht zu einem US-Konzern gehört und seine Mailtechnik selbst in der EU betreibt. Ein Server in Frankfurt allein genügt nicht: Gehört der Betreiber einem amerikanischen Konzern oder ist das hiesige Unternehmen bloß Wiederverkäufer eines US-Maildienstes, bleibt die Bindung an US-Recht bestehen.

Bei einem unabhängigen EU-Anbieter entfällt diese Konzernabhängigkeit. Die Datenschutz-Grundverordnung gilt für Ihre personenbezogenen Daten ohnehin; der Vorteil liegt darin, dass sie sich leichter durchsetzen lässt und Sie einen greifbaren Vertragspartner haben. Im eigenen Land ist dieser juristisch erreichbar. Bei einer unberechtigten Kontosperre können Sie vor einem heimischen Gericht klagen und in dringenden Fällen eine einstweilige Verfügung beantragen – eine schnelle, vorläufige gerichtliche Anordnung, die allerdings nicht automatisch folgt. Das ist ein konkreter Hebel, nicht bloß eine freundliche Bitte an ein Supportformular. Die eigentliche Lösung dieses Artikels bleibt aber, wechseln zu können, statt klagen zu müssen.

Welche Anbieter gibt es?

Solche Domain- und Mailpakete bieten Allround-Anbieter an, ohne dass diese Liste Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Zu den großen Massenanbietern zählen IONOS, Strato und 1&1. Sie sind günstig, oft ist das Mailhosting im ohnehin gebuchten Domain- oder Webpaket schon enthalten, und Sie bewegen sich preislich in der Größenordnung weniger Euro im Monat. Bei diesen Komplettpaketen liegen Domain und Postfach beim selben Anbieter und werden zusammen automatisch eingerichtet – das ist der besonders bequeme Weg.

Daneben gibt es Anbieter, die den Datenschutz besonders in den Mittelpunkt stellen und ihre Server in Deutschland oder der EU betreiben. Sie bieten mehr Datenschutz, verlangen aber etwas mehr Aufwand: Die eigene Domain registrieren Sie separat und verbinden sie anschließend über DNS-Einträge mit dem Maildienst. mailbox.org aus Deutschland arbeitet DSGVO-konform und unterstützt eigene Domains ab dem größeren Tarif; der kleinste Tarif tut das nicht. Die separat registrierte Domain kostet zusätzlich. Proton Mail aus der Schweiz ist besonders datenschutzorientiert und unterstützt eigene Domains in den bezahlten Tarifen; für klassische Desktop-Mailprogramme kommt dort zusätzlich eine eigene Software hinzu, die Proton Mail Bridge.

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, gilt aber als Land mit angemessenem Datenschutzniveau, und ein rein schweizerischer Anbieter unterliegt nicht unmittelbar US-Recht. Daher ist Proton Mail eine weitere sinnvolle Option neben Anbietern innerhalb der EU.

Achten Sie allerdings darauf, dass Ihr Wunschanbieter eigene Domains überhaupt zulässt, denn nicht jeder besonders datenschutzstarke Dienst tut das. Posteo aus Deutschland etwa ist günstig und datenschutzstark, bietet aber bewusst keine eigenen Domains an – wer die eigene Adresse will, ist hier also an der falschen Stelle.

Denken Sie an das Verwaltungskonto selbst

Eine Falle bleibt bestehen: Dieselbe Rücksetz-Sperre wie beim Postfach kann auch beim Kundenkonto Ihres Domain- und Mailanbieters zuschnappen. Hinterlegen Sie für dieses Verwaltungskonto deshalb eine unabhängige Wiederherstellungsadresse – nicht dieselbe, die daran hängt – und halten Sie die eingetragenen Inhaberdaten Ihrer Domain aktuell. So verlieren Sie nicht die Kontrolle über den Zugang, der Ihnen alle anderen sichern soll.

Der erste Wechsel darf in Ruhe passieren

Zur eigenen Domain wechseln Sie am besten, solange das alte Postfach noch funktioniert. Lassen Sie beide zunächst parallel laufen und hinterlegen Sie die neue Adresse nach und nach bei Ihren Konten, beginnend mit den wichtigen Zugängen. Informieren Sie Ihre Kontakte und prüfen Sie, ob Nachrichten ankommen. Diese einmalige Adressänderung ist der Aufwand beim Einstieg – bei späteren Anbieterwechseln bleibt Ihre Adresse dann gleich.

Nehmen Sie Ihre Adresse mit einer eigenen Domain selbst in die Hand und lassen Sie das Postfach bei einem Anbieter im eigenen Land betreiben. Damit bleibt der Dienstleister austauschbar, ohne dass Sie jedes Mal Ihr digitales Leben ummelden müssen. Sie brauchen keinen perfekten Anbieter mehr – Sie brauchen die Freiheit, ihn zu wechseln.

Teilen Sie gern in den Kommentaren, welche Erfahrungen Sie mit einem E-Mail-Umzug gemacht haben – bitte ohne Ihre E-Mail-Adresse zu veröffentlichen.

Kommentare

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Michael
2 tage vor
Böse Falle...
Sofort alternative Mailadresse eingerichtet, DANKE!
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Martin
2 tage vor
Um ehrlich zu sein, hatte ich mir bisher tatsächlich keine Gedanken zu der Problematik gemacht, daher vielen Dank für die hervorragende Information. Lediglich als ein bekannter deutscher Anbieter, bei dem ich meine Haupt-Mailadresse hatte, des öfteren wochenlang nicht erreichbar war, wechselte ich meine Mailerreichbarkeit zur Konkurrenz. Daher bin ich für eure Tipps sehr dankbar. Ich werde das Problem jetzt mal in Ruhe angehen.
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Franky
2 tage vor
Hatte auch ich so nicht auf dem "Radar".

Einfach sauber...

Eure "Freitags Punkt 12" sind der Hit 👍👍👍
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Sven
2 tage vor
Ja, das beschriebene kann passieren. Ich habe bei zwei Anbietern ein eMail Konto. Bisher ist seit ca. 30 Jahren noch nichts geschehen. Alles noch da. Wobei ich meine Mails eines Kontos lokal auf der Festplatte (nicht die C: Systemplatte) lagere. Damit kann ich leicht periodisch lokal Backup machen.
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Kiesi
2 tage vor
Was ist möglich, wenn man einen eigenen NAS betreibt?
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SoftMaker
2 tage vor
Mit der IP-Adresse eines ISP (Telekom, 1&1 etc.) können Sie praktisch keine E-Mails verschicken, weil alle großen Anbieter E-Mails mit "residential IP" (Privatkunden-IP) ablehnen.
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Tom
2 tage vor
"residential IP" ist auch sehr interessant
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Andreas
2 tage vor
Stimmt, da der Endkunde eines Internet-Anbieters alles 24 Std. eine neue IP-Nummer (dynamische IP/24 Std. Zwangstrennung) zugewiesen erhält.
Eine Sicherheitsmaßnahme für Mailserver ist es, das sie eine feste IP haben, sonst könnten Spammer über einen festen Mailserver-Namen (DNS-Record), aber unter abweichenden IP-Nummern, Mails verschicken.
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Claus
2 tage vor
Der Reverse Eintrag ist es. Der passt nicht bei Dynamischer IP.
Wenn man keinen passenden Reverse Eintrag hat, nutzt auch eine feste IP nichts.
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Andreas
2 tage vor
Die Frage ist etwas schwammig ;-)
Mit einem NAS kannst Du deine lokalen Mails(-Order/Dateien) als Backup oder Kopie speichern.
Windows-Anmwendern kann ich nur das Programm "MailStore Home" empfehlen.
Eine wirklich gute Sache.
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Dieter
2 tage vor
Für die Email-Archivierung ist auch Vanderplanki für Windows, Mac und Linux bestens geeignet: https://www.vanderplanki.com/de/
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Klaus
2 tage vor
Theoretisch möglich, aber weder einfach noch wirklich empfehlenswert.

Erstmal ist es garnicht so einfach, dass so einzurichten, dass professionelle Anbieter die NAS als legitimen Absender akzeptieren, und nicht automatisch alle mails von dort als Spam klassifizieren (Lösung wäre zB ein SMTP-Relay-Dienst oder einen VPS mit WireGuard )

Ausserdem wählt man ja eine separate Domain um die Sicherheit zu erhöhen. Und eine privat gepflegte NAS wird nie so sicher sein wie ein professionell betreuter EMail Dienst.
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Peter
2 tage vor
Und schon wieder etwas gelernt.

Euer "Freitag Punkt 12" ist einfach wöchentliche Pflichtlektüre.
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Peter W.
2 tage vor
Bin absolut gleicher Meinung!
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Georg
Gestern
Jepp, genau so sehe ich das auch seit der ersten Ausgabe ;-)
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Helmut
2 tage vor
habe eine Domain über 1&1 registriert und über diese Domain bei 1&1 etliche Emailadressen. Die leite ich dann auf meine Gmail, Yahoo und neuerdings auch Posteo Adresse weiter. Solange 1&1 nicht zumacht sollte es da doch kein Problem geben. Yahoo hatte ich zusätzlich zu Gmail, damit ich meine Mails auch in China lesen konnte, geht aber inzwischen auch nicht mehr, weder Google noch Yahoo. Beim nächsten mal versuche ich es dann mit Posteo.
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Tom
2 tage vor
Von der Firma test/Stiftung Warentest gibt es einen Testbericht, für 4,90 €

Oben "Testergebnisse" anklicken.
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Michael
2 tage vor
Sehr gut, bekannt, dennoch wichtig als Wiederholung. Und eine Mailadresse bei einer anderen Domain ist sehr wichtig für‘s Code zuschicken.
Freitag Punkt 12 ist prima!
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Gerhard
2 tage vor
Hallo, eins ist nervig bei einer eigenen Domain, man kann die Adresse des Domain Inhabers nachschauen. Damit können sich Inkasso Büros mit nie abgeschlossen "Abo's" sehr nervig werden.
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Andreas
2 tage vor
Hallo Gerhard,
wie soll das gehen?
Früher konnte man per whois-Befehl sich die Adresse des Domain-Inhabers anzeigen lassen.
Das geht aber schon lange nicht mehr.
Oder habe ich (technisch) etwas verpasst?
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Gerhard
2 tage vor
Hallo - aktuell nicht mehr aber vor 2026.
kann man die Anschrift eines Domain Inhabers bekommen

Schnelle Antwort
Ja, die Anschrift des Domaininhabers ist unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich einsehbar, wobei dies stark vom Inhabertyp und der Domainendung abhängt.

Bei .de-Domains (verwaltet von der DENIC) gelten seit Januar 2026 folgende Regeln:

Juristische Personen (Unternehmen, Vereine, Organisationen): Ja, Name, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer sind öffentlich sichtbar.
Natürliche Personen (Privatpersonen): Nein, die Anschrift bleibt aus Datenschutzgründen geschützt und ist nicht öffentlich einsehbar.
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Andreas
2 tage vor
Ich habe als System-Admin viel mit Azubis und Studenten zu tun.
Viele haben Gmail, Outlook, Facebook odert Icloud.
Datenschutz-mässig ist das eine Voll-Katastrophe:
Die US-amerikanischen Firmen müssen der US-Regierung und ihren diversen Diensten einen "General-Schlüssel" ausstellen, so das sie auf den kompletten Datenverkehr zugreifen können.
Nach 3 Jahren Ausbildung wissen die US-Behörden mehr über den Azubi als er selbst ..
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Matze
Gestern
Ist das bei icloud tatsächlich so? Die US-Regierung prozessiert/e regelmäßig gegen Apple wegen der Weigerung des Konzerns, Hintertüren in (Hard- und) Software einzubauen.

Davon abgesehen, findet besonders in Deutschland der Umgang mit Datenschutz sehr blauäugig statt nach dem Motto, es wird schon nichts passieren.
Bevor nicht schon ab der Grundschule der ordnungsgemäße Umgang mit sensiblen Daten gelehrt wird, bleibt das auch so.
Das lässt sich täglich nahezu überall beobachten und im Schnitt zweimal jährlich öffentlich quer durch alle Medien bei unseren Regierungsorganen.

Fröhliche Grüße
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Klaus
2 tage vor
Ist schon lange nicht mehr so, und seit NIS2 für EU domains sogar verboten
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fe
2 tage vor
Dieses Problem habe ich tatsächlich jahrelang "man könnte ja..." vor mir hergeschoben und anderen "kluge" Ratschläge gegeben.
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Klaus
2 tage vor
IONOS, Strato und 1&1 sind alles Marken der gleichen Firma, United Internet.
Es gibt je nach Bedürfnis jedeMenge andere deutsche Anbieter, einfach mal suchen.

Ich selbst habe nur die Domain separat "gekauft", das mailpostfach läuft über mailbox.org
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Matze
Gestern
Die United Internet AG ist aber wenigstens in Europa beheimatet. Montabaur, wenn ich recht erinnere.

Fröhliche Grüße
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Krempel
2 tage vor
Dabei bitte auch beachten, dass zumindest einige europäische Domainanbieter sich das Thema email extrem einfach machen und diesen Teil über outlook365 abwickeln.
Dann hat man zwar seine eigene Domain, aber technisch wird's auf einmal doch wieder durch Microsoft-Server geleitet.
Da stolpere ich bei Kunden immer wieder drüber
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Matze
Gestern
Outlook365 ist nur einer von vielen E-Mail-Clients. Es wird auch die Möglichkeit geben, einen anderen zu nutzen - wenn auch der Aufwand dem technisch unversicherten Normalanwender sehr hoch erscheint.

Fröhliche Grüße
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Dexterian
12 stunden vor
Nein, nicht den Client ... sondern die ganze Mailserverinfrastruktur. Eines der prominentesten Beispiele dafür ist Hosteurope, der vom Namen her nicht vermuten lässt, dass die Firma Mailserver bei Microsoft nutzt. Die Firma hat extreme negative Schlagzeilen geschrieben, als sie ankündigten eine Zwangsmigration aller Mailkonten ins Office 365 System vorzunehmen und dabei die Kosten DRASTISCH zu erhöhen. Siehe für weitere Info z.B. https://borncity.com/blog/2026/02/21/hosteurope-stoppt-migration-zu-microsoft-365-feb-2026/ ... bei einem Bekannten hätte es statt 20€ monatlich plötzlich über 100€ gekostet, da seine Firma viele Postfächer nutze und statt einem Paketpreis nun jedes einzelne hätte bezahlen müssen.
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Herbert Günther
2 tage vor
Einfach toll, euer Freitag Punkt 12.
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Otho
2 tage vor
Für Schweizer sind Infomaniak, cyon oder hostpoint etc. gute Adressen.
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Therion
2 tage vor
Ich habe mir schon vor einigen Jahren eine eigene Domain mit eigenem Mail-Server angeschafft, nachdem mein (lokaler) Anbieter seinen E-Mail-Service eingestellt hatte.
Positiver Nebeneffekt: Ich hinterlege jetzt bei jeden (online-) Service eine eigene E-Mailadresse und sammle die Mails per 'Catch All' in meinem Hauptpostfach. Wenn eine Adresse kompromittiert werden sollte, kommt diese auf die Blacklist.
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Daniel
2 tage vor
Es fehlen bei diesem Artikel einige wichtige Informationen – die etwa schon hier diskutiert wurden: https://www.kuketz-forum.de/t/welche-email-anbieter-sind-empfehlenswert/17377/4.

Kurz gefasst etwa, ob, wann und unter welchen Umständen ein E-Mail-Anbieter eine bereits verwendete E-Mail-Adresse neu an fremde, neue Nutzende vergibt. mailbox.org etwa erlaubt (bis jetzt) eine Neuregistrierung bereits vergebener E-Mail-Adressen nach einiger Zeit wieder. Gmail und Tuta (bis jetzt) nicht – gelöschte E-Mail-Adressen können niemals wieder von neuen Nutzenden registriert werden.

Und wichtig: Es ist auch nicht möglich, eine eigene Domain auf ewig zu verbuchen: Auch hier könnte die gleiche E-Mail-Adresse wieder von ganz jemand anderem genutzt werden.

All das fehlt hier und ist zumindest für mich das Allerwichtigste.
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Hans Kolpak
2 tage vor
Seit 2007 betreibe ich einen Domain-Robot in Regensburg und vermiete Speicherplatz mit Mailserver. Bei Bedarf setze ich das Passwort des Kunden zurück. Das Rechenzentrum befindet sich in Zürich.

Die E-Mail-Adresse soll für den Kunden werben, für niemand sonst!
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Robi
2 tage vor
Super Artikel, kann jeden das nur sehr raten. Ich selber habe als Privatperson bereits seit vielen Jahren genau so eine Konstellation. Eigene Domain (~15,- / Jahr) mit einem hier nicht aufgezählten Hoster aus D. Die Email mit unbegrenz Konten und insgesamt 10GB Speicher kostet 1,9 pro Monat. Das ist es mir Wert.
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Andy
14 stunden vor
Sehe ich auch so. Eigene Domain für kleines Geld ist absolut machbar und sinnvoll. Ich hatte eine de-domain jahrelang bei einem der großen Anbieter. Über die Jahre wurden die immer teurer. jetzt bin ich zu einem unbekannteren Anbieter gewechselt. Firmensitz in DE und Standorte der Server in DE. Für nur 2,-€ bekomme ich da Domain mit üppigen 1000(!)GB Speicher.
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Martin
2 tage vor
Bei 1&1 gibt es auch europäische Freemailer, gmx und web.de. Habe ich als Notadresse, neben meinen eigenen Domains (bei OVH in Frankreich, die haben auch deutsche Server)
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Klaus-Dieter
2 tage vor
Für die Schweiz https://www.infomaniak.com/de, auch noch günstig.Für einen 10er im Jahr gibt es kostenlos mit der Domain

kSuite
Die ethische Collaboration-Lösung
1 benutzerdefinierte E-Mail-Adresse
15 GB Cloud-Speicherplatz
1 statische Webseite
und noch ein paar mehr Services.
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Guido
2 tage vor
Seit vielen Jahren zufriedener Kunde bei posteo.de.
Der Preis von 1 €/Monat ist seit vielen Jahren unverändert.
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Seegal Galguntijak
2 tage vor
Ich habe beim deutschen Mailanbieter GMX eine 6-stellige Kundennummer, aus dem Jahr 1998, über die dort im Jahr 2000 oder 2001 eingerichtete Adresse erreichte mich auch der Newsletter mit dem Hinweis zu diesem Blogartikel. Dennoch ist das nicht meine Hauptadresse, sondern ich habe - ebenfalls zuerst 1998 registriert, dann aber 2003 verloren - auch eine eigene Domain. Die dann 2003 zurück zur deNIC, weil ich in der Zeit kein Interesse daran hatte. Dann war sie von "Domaingrabbern" registriert, die sie mir zurückverkaufen wollten (wohlgemerkt: Die Domain beinhaltet meinen Namen und den Anfangsbuchstaben des Vornamens, also wenn ich Karl Meyer hieße, wäre es kmeyer.de - keine Ahnung, wem diese Beispieldomain gehört, meine ist es nicht). 2007 oder so war die Domain dann aber wieder frei und ist seitdem in meinem Besitz. Dennoch war einmal ein umständlicher Hoster-Wechsel nötig, weil das damalige Billig-Unternehmen einfach zu unseriös war (obwohl eine deutsche Firma), seitdem bin ich bei einem guten Hostingungernehmen, was nicht ganz so riesig ist wie die im Artikel genannten "Ramsch-Konzerne", dafür aber relativ professionell (wobei die sich in den letzten Jahren wohl leider in Richtung Windows-Zentrierung bewegt haben, was natürlich katastrophal ist, da ich von dieser Anwenderbelästigungsschafsoftware seit 20 Jahren weg bin und auf freie Software setze, über die ich selbst die Kontrolle habe).
Bei der Konzernschwester web.de habe ich seit 2003 oder 2004 auch noch eine Adresse, die ich - ähnlich wie die Adressen des GMX-Postfaches - nur sehr selten benutze, bzw. nur für Dinge, die weniger wichtig sind.

Und dennoch ist es so, dass ich mit meiner Mailadresse irgendwann in den frühen 00er Jahren mal zu viel Schindluder getrieben habe (damals war für mich noch nicht absehbar, dass die Spam- und Datenhandels-Problematik im Internet mal so groß werden würde, zumal die ganze Kommerzialisierung eigentlich nur als unliebsamer Nebeneffekt wahrgenommen wurde, aber heute ist das Internet ja einfach nur kaputt). Und deshalb habe ich heute, ein Vierteljahrhundert später, immer noch massenhaft Spam-Mails und Mails mit meiner eigenen Adresse als gefälschtem Absender. Klar, dank Catch-All-Funktion könnte ich auch beliebige andere Adressen nehmen, aber da sind wir dann wieder bei der Bequemlichkeit: Die Adresse ist halt auch bei allen möglichen wichtigen Webdiensten als Anmeldeadresse hinterlegt, und würde in jedem Fall aktiv bleiben müssen. Während ich auf den seltenst genutzten Adressen bei GMX und webde kaum Spam bekomme, bzw. nur das, was durch diese Kostenlos-Anbieter selbst verschickt/veranlasst wird (oder die haben gute externe Spamfilter, so dass ich hinter einem POP3-Mailclient der die Mails ausschließlich lokal speichert nichts davon mitbekomme, IMAP ist meiner Meinung nach eher für vorübergehende Zwecke wie am Smartphone geeignet)...

So hat halt alles seine Vor- und Nachteile...
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Oliver
2 tage vor
seit ca. 20 Jahren eigene Domain, Email Server bei einem kleinen Deutschen Provider.
1. Kategorie: Domain-Email nur für die ganz wichtigen Kontakte wie Banken, Versicherungen und Behörden benutzen.
2. Kategorie: Seriöse Dienste wie z.B. Mailbox.org für die zweit Wichtigsten Kontakte, wie Shopping usw.
3. Kategorie: alles andere mit ALIASE-Server Diensten wie z.B. simple.login oder addy.io oder, oder,...
Hört sich kompliziert an? Nö! Viel Aufwand? Gering! Effekt? Bin zufrieden! Spam? Äusserst selten!
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Sanders
2 tage vor
Naja die Schweiz hat aber seit 1973 ein Rechtshilfe Vertrag und kann über Gericht Daten Verlangen. Das ist Proton schon mal passiert, Heise hat darüber Berichtet. Da die Mail Fächer verschlüsselt sind, kommt Proton dort nicht direkt dran und konnte somit nicht direkt Daten weiter geben. Was aber sehr wohl ging waren Metadaten und die mussten sie dann an die USA weiter geben.

Aber Danke für den schönen Bericht, eine Hilfe ist er trotz allem :)

Gruß
Sanders
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ChrisP
Gestern
Ich halte die Problematik für etwas übertrieben. Grundsätzlich ist das Mailpostfach der Zugang zur digitalen Welt. Ich selbst war lange Zeit 1&1 Kunde und habe meine @online.de Mailadresse mit Kündigung des Internetprovidervertrages verloren. Das war mir vorher klar. Daher habe ich noch zu Zeiten des laufenden Vertrages alle von der Mailadresse abhängigen Zugänge und Personen, die diese Adresse verwendet haben, darüber informiert. Das ganze lief ziemlich smooth und problemlos ab.
Es kann immer passieren, daß etwas unvorgesehenes passiert. Ich bin aber der Auffassung, daß die Anbieter digitaler Dienste für den Fall, daß der Kunde seine Mailadresse verliert, eine Notlösung anbieten müssen - auch wenn die aufwändig sein mag. Die Regel ist das plötzliche Abschalten von Mailkonten nicht.
Weiter würde ich keine E-Mails dauerhaft auf dem externen Mailserver lagern. Unabhängig von dem Verlustrisiko verrät das Konto doch sehr viel über die eigenen Aktivitäten. Ich speichere Mails grundsätzlich als .eml auf lokalen Datenträgern. Diese Dateien sind universell lesbar und nicht von einem bestimmten Mailprogramm abhängig.
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Matze
Gestern
Seit ungefähr fünfzehn Jahren habe ich eine bezahlte Domain über GMX.

Ich nutze von zweihundert möglichen E-Mail-Adressen und sogenannten Verteilern jeweils ungefähr fünfzehn. Verteiler sind E-Mail-Adressen, die ihren zuvor gefilterten Inhalt direkt an die eingetragenen, auch externe weiterleiten, ohne selbst zu speichern.

Stark frequentierte Adressen lasse ich regelmäßig „auslaufen“, bis nach etwa einem Jahr wieder Ruhe eingekehrt ist.

Was im Artikel nicht erwähnt wurde, ist ein notwendiges E-Mail-Management. Einfach immer alle E-Mails aufzubewahren, meist aus Bequemlichkeit, macht auch der besten Domain irgendwann den Garaus.

Eingehende Nachrichten werden direkt kategorisiert, passend sortiert, unwichtige in den Papierkorb und nach drei Tagen gelöscht.
Die sortierten werden nach sechs Wochen des Unbeachtetherumliegens archiviert, nach sechs Monaten extern gespeichert und nach weiteren drei Jahren dort gelöscht.
Ich bewahre nur auf, was ich gesetzlich muss oder selbst als wichtig erachte, alles andere geht den Weg alles Irdischen (-;

Wer als Nutzer*in schonmal mich oder andere als IT’ler in chaotisch unsortierten E-Mail-Konten ganz ganz furchtbar unerhört Wichtiges hat suchen lassen, weiß zumindest, dass Ordnung nicht nur ein Wort im Wörterbuch ist, und hat anschließend ein um 99% abgespecktes Postfach, wo wundersamerweise noch „alles“ drin ist.

Das hat übrigens auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Normale Nutzer*innen denken gar nicht darüber nach, was das permanente Speichern immer größerer Datenmengen an Energie benötigt und was uns alle das kostet, bevor sie nicht überhaupt einmal darauf aufmerksam gemacht werden.

Fröhliche Grüße
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G. Keilers
Gestern
Ein guter Artikel mit einem Haken. Die einzigartige freiheitliche EU-Wertezensur ist ja so ausgesprochen demokratisch, dass Personen, die sich unliebsamer Meinungen bedienen und als vermeintliche Agenten Moskaus Desinformation betreiben, mit willkürlicher Sanktionierung durch die EU rechnen müssen. Es sei hier an den Journalisten Dogru erinnert. Kein Gericht fühlt sich zuständig für diese moderne Form der Vogelfreiheit und Ächtung seitens der "Demokratiebeteuerer". Also hilft dann nur noch eine Domain außerhalb des Einflussbereichs der Frau vom Leiden und anderer Marionetten- und Operettenkanzler, um die persönliche Meinungsfreiheit und damit auch die Email-Kommunikation aufrecht zu erhalten. Es kann ja nicht sein, dass Krehti udn Plehti sich erdreisten eine abweichende Meinung außerhalb der von der Obrigkeit verordneten zu verbreiten. So etwas ist auszuMerzen.
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AndyH
Gestern
Hallo und danke für den Bericht. Gerne möchte ich noch auf zwei Dinge hinweisen bezüglich der eigenen Maildomain: die Vorteile sind im Artikel gut und klar beschrieben, allerdings gibt es auch Nachteile:
1. Man muss die eigene Domain auch ein Leben lang behalten. Weil: kündigt man seine eigene Domain wieder, dann ist sie wieder frei verfügbar und jemand anderes kann diese neu registrieren. Damit hat der neue Inhaber mehrere Möglichkeiten: er kann ein neues Postfach aufsetzen, mit einer Catch-ALL Funktion, und würde so noch alle Mails bekommen, die an eine @Ihrname.de Domain gesendet werden (weil bei einigen Diensten vielleicht noch Deine alte Adresse hinterlegt ist, obwohl du die Domain gekündigt hast, hast du vergessen bei dem Dienst eine neue Emailadresse einzutragen). Der neue Inhaber, sollte er solche Absichten haben, kann dann alle Emails abfangen und sich dann auch also der ehemalige Inhaber mit dieser Mailadresse ausgeben. Sehe ich als Risiko.
2. (wurde oben schon genannt): eine eigene Domain muss auf deinen Namen mit privater Adresse und Telefonnummer registriert sein. Früher war es sehr einfach auf der Seite des deutschen Registrars "DENIC" die Anschrift und Kontaktdaten eines Domaininhabers herauszufinden. Das war auch der Grund, warum ich Emailadressen mit eigener Domain lange gemieden habe, da man die komplette, private Adresse des Inhabers nur anhand der Emailadresse herausfinden konnte. Mittlerweile hat die DENIC das zwar auf der Webseite unterbunden, aber auf Antrag (evtl. weil jemand behauptet, das die Domains SPAM versendet) kann man über die Denic immer noch die Kontaktdaten eines Domaininhabers herausfinden.

Meiner Meinung nach wäre daher eine Emailadresse bei einem der größeren EU Provider (die im Artikel auch genannt wurden) ohne eigene Domain datenschutzkonformer und das Risiko, das der Provider schließt oder das Mailkonto schließt ist dann eher gering und man ist mit einer Maildomain des Providers noch etwas anonymer.

Viele Grüße
AndyH
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Franz Rickinger
Gestern
Internet ist niemals sicher.
Schlimm ist die Gefahr von "Trick 17 mit Selbstüberlistung", worauf der Beitrag von AndyH hilfreicherweise hinwies.
Va wenn die eigene Domain mit eigener WEBSeite verknüpft ist und damit über Impressum und Datenschutzerklärung Pflichtangaben zur Person erreichbar sind, ist's schon praktischer wenn man die eigene Emailadresse, die zur Domain gehört, für jene WEBSeite alleine nutzt und nicht für seine eigenen privaten Zwecke

Mit WEBSeiten macht man sich kaum nur Freunde und stellt man Falschdarstellungen richtig, deckt Lügen auf, haben Betroffene uU ein Interesse, die betreffenden WEBSeiteninhaber zum "Aufgeben" zu bewegen...

Wie gefährlich und folgenschwer es sein kann, wenn jemand zu einem privaten Emailserver wechselt, um dem Chef den Überblick über das was man so tut, zu erschweren, zeigte sich im Falle von Hillary Clinton.
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Rainer Gaiß
Gestern
Ich hatte ein berufliches Microsoft-Konto und ich habe ein privates. Zum Login des beruflichen nutzte ich meine Mailadresse der Firma oder meine private, für mein privates Konto nutzte ich dieselbe private Adresse. Beim Login wurde ich immer gefragt, ob ich das berufliche oder private nutzen möchte. Dann ging die Firma insolvent. Die Firmendomain wurde gelöscht, die E-Mail-Adressen der Mitarbeiter aber nicht. Irgendein Domaingrabber aus Fernost hat diese Domain wieder neu registriert und seitdem habe ich ständige Hackversuche auf dieses Konto und damit auch auf mein privates Konto. Die einfachste Lösung wäre, diesen Zugang zu löschen. Leider findet sich niemand bei Microsoft, der das tun will, und der alte Arbeitgeber, der das noch immer tun könnte, weigert sich.
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Jens
Gestern
Ich nutze seit einigen Jahren ein Mail+ Konto bei Mail.de. Probleme hatte ich bisher nicht. Klar, könnte ich auch mein Postfach bei IONOS einrichten. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ich bin mit Mail.de zufrieden. Dort kann ich zur Anmeldung statt der E-Mail-Adresse einen Benutzernamen definieren.
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Bernd
11 stunden vor
Ich bin seit 2017 bei Posteo und ja, es funktioniert. Man hat das Gefühl Kunde zu sein und nicht nur Ware. Ich hatte noch nie so einen guten Spamfilter. Dafür zahle ich gerne den einen Euro je Monat.
Man sollte seine Mailadresse nur nur aus Vorname und Nachname zusammen setzen. Ich nutze gerne die Aliasfunktion und meine Gegenüber gucken mich nur erstaunt an, wenn ich Ihnen meine Adresse nenne.
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Klaus
5 stunden vor
Mindestens eine eigene Domain ist absolut sinnvoll, wenn man langfristig die gleiche Mail-Adresse nutzen möchte. Diese Domain habe ich nun seit über 30 Jahren (kostete anfangs 79 DM pro Jahr). Und praktisch ist (zusätzlich) auch noch eine kurze Mail-Adresse. Für so eine Adresse aus acht Zeichen insgesamt habe ich auch eine eigene Domain registriert.
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