Fake-Bewertungen und Fake-Tests: Wie man sie erkennt – und warum sie nicht verschwinden

Fünf Sterne, 237 Bewertungen, alle begeistert – und trotzdem taugt das Produkt nichts. Wer online einkauft oder vor einem Kauf nach Tests googelt, kennt das mulmige Gefühl: Kann ich dem, was ich hier lese, eigentlich trauen? Die kurze Antwort: oft nicht. Die längere Antwort folgt in diesem Artikel.

Das Geschäft mit den Fake-Bewertungen

Gefälschte Kundenbewertungen sind ein Milliardengeschäft. Auf Plattformen wie Amazon, aber auch in App-Stores und auf Booking.com werden Bewertungen systematisch gekauft und verkauft. Die Mechanismen sind dabei erstaunlich professionell:

  • Bezahlte Rezensenten: Über Telegram-Gruppen, Facebook-Gruppen oder spezialisierte Agenturen werden Personen rekrutiert, die ein Produkt bestellen, es pro forma behalten und dann eine Fünf-Sterne-Bewertung abgeben. Die Erstattung des Kaufpreises plus ein kleines Honorar folgen anschließend über PayPal oder ähnliche Kanäle.
  • Bewertungstausch: Vor allem bei kleineren Händlern beliebt – „Ich bewerte dein Produkt gut, du meins.“ Schwer nachweisbar, weil tatsächlich ein Kauf stattfindet.
  • Massenhaft generierte Konten: Mit KI-generierten Texten und gestohlenen oder erfundenen Profilen lassen sich heute Hunderte von Bewertungen in kurzer Zeit erstellen. Seit ChatGPT und Co. sind die Texte dabei deutlich schwerer von echten zu unterscheiden als früher.

Woran man Fake-Bewertungen erkennt

Eine hundertprozentige Methode gibt es nicht – aber einige Warnsignale, die man kennen sollte:

  • Unnatürliche Bewertungsverteilung: Ein Produkt hat fast ausschließlich Fünf-Sterne- und Ein-Stern-Bewertungen, aber kaum etwas dazwischen? Das deutet auf gekaufte Lobeshymnen hin, die auf echte Verrisse treffen.
  • Bewertungscluster: Wenn innerhalb weniger Tage dutzende begeisterte Bewertungen erscheinen und danach wochenlang Stille herrscht, war vermutlich eine Kampagne am Werk.
  • Generische Sprache: „Tolles Produkt, kann ich nur empfehlen, schnelle Lieferung!“ – Bewertungen, die auf praktisch jedes Produkt passen könnten, sind verdächtig.
  • Rezensenten-Profil prüfen: Hat der Rezensent am selben Tag zehn völlig unterschiedliche Produkte bewertet – vom Stabmixer bis zur Handyhülle –, alle mit fünf Sternen? Dann ist Skepsis angebracht.
  • Verifizierter Kauf fehlt: Nicht jede unverifizierte Bewertung ist falsch, aber bei einer Häufung ist Vorsicht geboten.

Hilfreiche Werkzeuge waren Dienste wie ReviewMeta oder Fakespot, die Amazon-Bewertungen analysieren und eine bereinigte Durchschnittsbewertung berechnen. Betonung auf „waren“ – beide Dienste wurden eingestellt.

Das Problem mit den „Tests“ im Netz

Mindestens ebenso problematisch wie gefälschte Kundenbewertungen sind die unzähligen Fake-Testseiten, die in den Google-Ergebnissen auftauchen. Sie tragen Titel wie „Staubsauger Test 2026 – Die 10 besten Modelle im Vergleich“ und erwecken den Eindruck, dass jemand tatsächlich zehn Staubsauger nebeneinander ausprobiert hat.

Die Realität sieht anders aus: Die allermeisten dieser Seiten haben kein einziges Produkt in der Hand gehabt. Stattdessen werden Amazon-Rezensionen zusammengefasst, Herstellerangaben abgeschrieben und mit Affiliate-Links garniert. Jeder Klick auf „Jetzt bei Amazon kaufen“ bringt dem Seitenbetreiber eine Provision.

Das ist nicht per se verwerflich – Affiliate-Marketing ist ein legitimes Geschäftsmodell. Problematisch wird es, wenn der Eindruck eines echten Tests erweckt wird, wo keiner stattgefunden hat. Einige Warnsignale:

  • Keine eigenen Fotos: Werden ausschließlich Herstellerbilder oder Amazon-Produktfotos verwendet, hat vermutlich niemand das Produkt ausgepackt.
  • Kein konkreter Testbericht: Steht nirgends, wie getestet wurde? Fehlen Messwerte, persönliche Eindrücke, Detailfotos? Dann war kein Test.
  • Suspekte Seitenbetreiber: Kein Impressum (oder eines auf den Seychellen), kein erkennbares Redaktionsteam, aber Dutzende „Tests“ in völlig unterschiedlichen Produktkategorien.
  • SEO-optimierte URLs: Wenn die Domain so etwas wie „staubsauger-test-vergleich-24.de“ heißt, wurde sie einzig für den Zweck erstellt, Suchmaschinen-Traffic abzugreifen.

Warum das Problem nicht verschwindet

Amazon, Google und andere Plattformen kämpfen durchaus gegen Fake-Bewertungen und minderwertige Testseiten. Amazon hat nach eigenen Angaben allein 2023 über 200 Millionen verdächtige Bewertungen gelöscht. Google straft Seiten ohne echten Mehrwert in den Suchergebnissen ab. Und doch: Es reicht nicht.

Die Gründe dafür sind strukturell:

  • Die finanziellen Anreize sind enorm. Für einen chinesischen Marketplace-Händler, der über Bewertungen auf Seite 1 der Amazon-Suche klettert, bedeutet das Hunderttausende Euro Mehrumsatz. Dagegen ist das Risiko, erwischt zu werden, gering.
  • KI macht Fälschungen billiger und besser. Was früher holprige Texte aus Bewertungsfabriken in Bangladesch waren, sind heute flüssig geschriebene Rezensionen, die sich kaum von echten unterscheiden.
  • Die Plattformen haben ambivalente Interessen. Amazon verdient an jedem Verkauf mit – auch an denen, die durch Fake-Bewertungen zustande kommen. Das Interesse an einer wirklich sauberen Lösung ist daher begrenzt.
  • Affiliate-Testseiten füllen eine Lücke. Seriöse Testinstitutionen wie Stiftung Warentest können nicht jedes Produkt testen. In diese Lücke stoßen die Fake-Test-Seiten – und solange Menschen vor einem Kauf googeln, wird es sie geben.

Was hilft wirklich?

Die beste Strategie ist eine Mischung aus gesundem Misstrauen und mehreren Quellen:

  • Vertrauenswürdige Testquellen nutzen: Stiftung Warentest, Fachmagazine mit echten Redaktionen, YouTube-Kanäle, die Produkte sichtbar auspacken und verwenden. Das kostet manchmal ein paar Euro – ist aber verlässlicher als die dritte Affiliate-Seite auf Google.
  • Mittlere Bewertungen lesen: Die Drei- und Vier-Sterne-Rezensionen auf Amazon sind oft die ehrlichsten. Hier schreiben Menschen, die das Produkt tatsächlich benutzt haben und differenziert urteilen.
  • Gesunden Menschenverstand einsetzen: Ein No-Name-Produkt mit 4,8 Sternen aus 5.000 Bewertungen, das halb so viel kostet wie die Markenkonkurrenz? Da sollte man stutzig werden.
  • Direkt beim Hersteller informieren: Die Website des Herstellers, Datenblätter und – falls vorhanden – Nutzer-Foren liefern oft bessere Informationen als jede Bewertungsseite.

Übrigens: Als Softwarehersteller kennen wir das Problem auch von der anderen Seite. Ehrliche Bewertungen unserer Produkte – ob positiv oder kritisch – sind für uns Gold wert. Fake-Bewertungen verzerren den Markt für alle: für Käufer, die das Falsche kaufen, und für Anbieter, die mit ehrlichen Mitteln arbeiten.

Fake-Bewertungen und Fake-Tests werden uns noch lange begleiten – dafür sind die wirtschaftlichen Anreize schlicht zu groß. Aber wer die Mechanismen kennt und ein paar der oben genannten Prüfmethoden anwendet, fällt deutlich seltener darauf herein. Bleiben Sie skeptisch – Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.

Haben Sie selbst schon einmal eine offensichtliche Fake-Bewertung entdeckt – oder sind sogar auf eine hereingefallen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gerne in den Kommentaren. Je mehr wir voneinander lernen, desto schwerer haben es die Fälscher.

Kommentare

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Joachim K.
3 tage vor
Vielen Dank, das hilft weiter.

Generell mal ein großes Lob: Alle Themen bislang sind Volltreffer, bis auf die Hörspiele - aber das ist halt Geschmackssache. Weiter so!
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Michael K.
3 tage vor
Super Blog, gefällt mir sehr.

Ja klar - bei jeder Suche nach Artikeln finde ich Seiten, die mit Produktvergleichen werben. In der Mehrzahl der Fälle gehen alle Links mit der Aufschrift : "Aktuelle Preisinfo abrufen" zum großen A. Wenn die Daten wenigstens aus den Artikelinformationen abgeschrieben sind, kann ich sie als Vergleich zwischen den Angeboten verwenden.
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Norbert m.
3 tage vor
Weiter so.
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Jossi
3 tage vor
Da kann ich mich nur anschließen. Habe alle Blogposts bisher gerne und mit großem Gewinn gelesen.
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Florian H.
3 tage vor
Einige Hotelketten in Deutschland (z.B. NUMA) lassen ja negative Bewertungen durch ihre Anwaltskanzleien entfernen. Gut, dass Google diese Löschungen jetzt anzeigt. Auch das ein Indiz für schlechten Service.
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Jens W.
3 tage vor
Finde ich Klasse, dass Ihr Themen aufgreift, die mittlerweile als Unart ins uferlose ausarten und damit den nicht so affinen Nutzern zugänglich macht. Bisher waren die meisten Themen ein Volltreffer. Mit besten Dank und Grüßen an die Redaktion.
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Tom aus O.
3 tage vor
Gerade noch selbst erlebt.
Ich habe versucht mit ein neues Fahrzeug bei einem Händler zu bestellen der nahezu durchweg 5* Bewertungen bekommen hat.
Kurze Rede langer Sinn, war ein Totalausfall.
Meine Rezension mit 1* Stern wurde dann von G..... entfernt mit der Bitte um Stellungnahme und dem Verweis Diffamierung, bla bla bla, deutsches Recht. Das habe ich auch getan und siehe da. Die Rezession wurde wieder online gestellt.
Für meine Begriffe ist solch ein Vorgehen ein Verstoß gegen Artikel 5 GG (Meinungsfreiheit).

Es ist daher kaum verwunderlich daß es kaum noch ehrlich Rezessionen im Netz gibt.
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Helge
3 tage vor
Mir ging es ähnlich. Ich habe nach einem Restaurant Besuch meine Erfahrung mit einer drei Sterne Bewertung geäußert und mit einem Text begründet. Nach ca. drei Jahren bekam ich eine Mail von G***e in der ich vom Restaurant der Lüge und Verunglimpfung bezichtigt wurde. Die Bewertung sollte gelöscht werden, wenn ich den Besuch nicht nachweisen kann. Ich habe mir die Mühe gemacht und die Kartenzahlung gesucht und an G***e gesendet. Die Bewertung wurde nicht gelöscht.

Das war für mich der Moment wo ich wusste was ich von den Bewertungen zu halten habe.
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Jürgen
3 tage vor
Nachdem ja diese Fake-Kommentare mittlerweile mssenhaft per KI generiert werden, hilft - wie üblich - die eigene natürliche Intelligenz, falsche Bewertungen zu entdecken.
Neben den im Blog gegebenen Hinweisen ist es meist sinnvoll, sich einige der längeren Bewertungen GANZ durchzulesen. Was ist denn so spuer an dem Produkt? Oder was hat den Käufer so gestört, dass er eine Ein-Stern-Bewertung vergab? Kann ich die Bewertung anhand des Geschrirbenen nachvollziehen?

Als Anekdote hier die absurdeste Ein-Stern-Bewertung, die mir bisher untergekommen ist: ein Whisky-Buch des bekannten und langjährigen Whisky-Autors Michael Jackson (geboren 1947) wurde verrissen, weil es nicht vom King of Pop stammte. Dabei schrieb der Whiskyautor seine ersten Bücher in den 1970ern, als die wenigsten den späteren Pop-Star schon kannten, der ja erst in den Achzigern berühmt wurde.

Mein Fazit lautet folglich: Gehirn einschalten. Das sollte man sowieso immer tun...
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Georg E.
3 tage vor
Die Fake-Test Seiten sind wirklich ein aktuelles Ärgernis für mich. Man googlet ob ein Produkt was taugt, und dann findet man nur ein halbes Dutzend Seiten, bei denen der "Test" daraus besteht, dass eine KI die Produktspezifikationen ausformuliert hat.
Gibt's denn eine Möglichkeit, diese Seiten aus den Suchergebnissen zu verbannen?
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Friedrich H.
3 tage vor
Auch ich finde den neuen Blog sehr interessant und hilfreich.
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Rolf C.
3 tage vor
Weiter so, sehr interessante Themen im Blog...und wie immer, oft hilft es, das Gehirn einzuschalten😉
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Vic
3 tage vor
Toller Blog, kann ich nur empfehlen, schnelle Lieferung!
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MM
3 tage vor
Was soll denn das sein? Eine Bewertung über die Lieferung eines Blogs? Echt oder KI-Produkt? Oder vielleicht doch nur Satire ...
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SoftMaker
3 tage vor
Wir haben als satirische Imitation einer typischen Nutzerbewertung auf Amazon verstanden. ;-)
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Arnold
3 tage vor
Für die Seriosität von Firmen, die bestimmte Produkte betreiben, ist die Seite Trustpilot eine Hilfe.
Sie war allerdings nicht immer zuverlässig. Auf Grund fast ausschliesslich positiver Bewertungen habe ich einen Vertrag abgeschlossen, der mit einem Totalverlust geendet hat. Kurz nach Vertragsabschluss hat Trustpilot über 90% der positiven Bewertungen gelöscht, die offensichtlich Fakes waren. Das hätte ich selber erkennen müssen, weil alle auf Englisch waren und folglich von einer "Bewertungsfabrik" stammten. Aber so wird man klüger...
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aufmerksamer Leser
3 tage vor
Das mit dem Staubsauger-Vergleich ist mir auch schon untergekommen, ist ein paar Jahre her. Im Impressum stand dann etwas verklausuliert einer der bekannten Hersteller drin.

Das Amazon "Vine" Programm, auf das man nur auf Einladung nach unbekannten Kriterien rein kommt, ist ja auch so eine Bewertungs-Maschine. Die Produkte kommen meist aus China, werden kostenlos abgegeben, und eine Rückgabe ist prinzipiell nicht möglich. Hier sieht man deutlich, dass manche "Kunden" daraus ein lukratives Geschäft machen, indem sie massenhaft Bewertungen "wie bestellt" abgeben. Durch Masse arbeitet man sich da stufenweise nach oben, um an immer teurere Produkte zu kommen. Seit Amazon die Fake-Preise der Produkte ans Finanzamt meldet, ging ein Aufschrei durch die Community.
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Matthias K.
3 tage vor
Habe diesen Blog „Freitag um 12“ aufmerksam gelesen. Es gibt leider (noch?) zu wenige Anreize für die Unternehmen, sich um echte Bewertungen zu kümmern und unechte zu löschen. Das würde sich vermutlich nur ändern, wenn es so etwas wie verschärfte Schadensersatzpflichten gibt, wenn unechte Werbung im Umlauf ist.
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PitP
3 tage vor
Schon seit geraumer Zeit schau ich mir die mittleren Bewertungen an, denn sie sind meist differenzierter. Alles super - egal ob echt oder vorgegaukelt - ist wenig hilfreich.
Die miesen Bewertungen sind meistens echt, strotzen vor Rechtschreibfehlern sowie emotionaler Überanstrengung und beziehen sich meist auf den Versanddienstleister, weniger auf das Produkt.

Auf ostasiatischen Billigplattformen kann man Schnäppchen machen. Aber ich erwebe dort nichts, was sicherheitsrelevant ist oder was ich bei einem Ausfall finanziell nicht leicht wegstecken kann.
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Helmut
3 tage vor
Wieder mal ein tolles Thema. Ich gebe diesem Blog 5 von 5 Sternen, uneingeschränkt. Liebes SoftMaker-Team, davon könnt ihr jetzt halten, was ihr wollt, diese Bewertung ist mein voller Ernst.

Ich lese mir auch Bewertungen von Produkten durch, aber eher auf den hiesigen Seiten, wo diese verkauft werden. Ebenfalls schaue ich mir die positiven, sowie auch die negativen Bewertungen an. Habe mir dann über den Durchschnitt meine eigene Meinung gebildet und dann das Produkt gekauft, oder halt auch nicht. Bin mit dieser Methode bis jetzt ganz gut gefahren.

Wenn ich mich näher über ein Produkt informieren will, schaue ich mir mehrere YouTube-Videos an. Da erkennt man schnell, ob es um seriöse Tests geht, oder nicht. Außerdem besuche ich dann die einschlägigen Seiten, die sich mit den entsprechenden Produkten auskennen und diese auch seriös testen können.

Manchmal bewerte ich auch selbst, aber das eher selten. Nur, wenn ich extrem enttäuscht, oder wirklich hoch auf begeistert bin. Einmal habe ich ein Videospiel bewertet, das nicht wirklich gut weggekommen ist. Für mich hat das Spiel nicht gehalten, was versprochen wurde. Nach einem Jahr gab es Updates für das Spiel und da wurden so ziemlich alle meine Mängel beseitigt. Da habe ich auch meine Rezension entsprechend geändert und berichtigt. So fair sollte man dann schon sein.
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MM
3 tage vor
Der Artikel ist lesenswert und gut aufbereitet. Allerdings stellt sich die Frage: Wer macht sich die Mühe, genau das zu tun was hier mehrfach aufgezeigt und empfohlen wurde?

Das ist in etwa so wie bei der Akzeptanz von Cookies. Wie viele Anwender klicken oder tippen tatsächlich auf 'Einstellungen' oder kämpfen sich bis zu Buttons wie 'ablehnen' durch? Der überwiegende Teil klickt/tippt ganz einfach auf 'akzeptieren', oder – was noch fieser angeboten wird – auf 'Alles klar'.

Richtig recherchiert wird bei den Rezensionen/Bewertungen kaum. Ich bin auch davon überzeugt, dass die wenigsten Verbraucher sich die Mühe machen, einen Blick in das – sofern überhaupt vorhandene – Impressum zu werfen.

Dann darf man sich eben nicht wundern, wenn die Ware in höchstem Maße gepriesen wird, sich beim Auspacken jedoch als Müll erweist.

Besonders seltsam finde ich sog. 'Rezensionen' im Wortlauf von "Super Produkt, kam gut verpackt an" oder "Prima Ware, gerne wieder". Was soll denn das?

Bevor ich mich mit einer solchen, absolut unnötigen Zeile lächerlich mache, lasse ich es doch gleich bleiben. Entweder handelt es sich bei diesen 'Rezensionen' wirklich um generierte Werke oder die Leute wissen einfach nicht, was eine Rezension überhaupt ist. Hauptsache, sie schreiben irgendetwas. Hilfreich ist anders, eine Rezension ebenfalls.
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Gerhard O.
3 tage vor
Also bei den sogenannten "super-positiven" Bewertungen gibt's nur eins:
Es gibt bei jedem Menschen die Ausstattung mit der App "Brain V.1.0", nur die Nutzung ist halt unterschiedlich ausgeprägt.

Und das eigene Sicherheitssystem aka "Bauchgefühl" wird hoffentlich auch noch funktionsfähig sein!

Ich merke halt immer: Alles was zu gut klingt, ist unglaubwürdig und hat mich meistens vor gröberem Schaden bewahrt. Habe aber auch manchmal - im geringn Maß - auch Shit gekauft. Aber man täuscht sich halt oft auch, dazu ist man ja Mensch mit Fehlern und mit mißbrauchbarem Vertrauen!
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SylvieKah
2 tage vor
Bei der Recherche bekomme ich mittlerweile fast nur noch fake-Seiten angeboten als Ergebnis. Das hat mich schon öfters so genervt, dass ich mich gefragt habe, ob ich das, wonach ich suche, tatsächlich brauche. Und habe dann mangels sinnvoller Informationen auf den Kauf verzichtet - spart eine Menge Geld und ist gut für die Impulskontrolle.
Das Internet frisst seine Kinder…
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Torsten
Gestern
Ich lese mir am liebsten die schlechten Bewertungen durch. Denn so was wie „Tolles Produkt! Tut, was es soll“, ist ja wenig hilfreich.

Aber wenn (um beim Staubsauger-Beispiel zu bleiben), jemand schreibt, man könne die Saugkraft nicht variieren, oder das Kabel sei so kurz, dass man es ständig in andere Steckdosen stecken müsse, dann bewahrt mich das ganz gut vor einem Fehlkauf.
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Werner
Gestern
Bei Produktrezensionen lese ich zuerst die schlechten, die viel Text enthalten und nicht die Einzeiler, die ein Einzeller verfasst hat. Wenn jemand eine schlechte Rezenzsion mit viel Text abgibt, dann hat er sich Mühe gemacht und offenbar einen ernsthaften Grund. Nörgler hauen nur eine kurze Phrase raus, Punkt. Danach lese ich die guten mit viel Text (ausgenommen Vine-Tester) und bilde mir dann eine eigene Meinung. "Geiler Sound" nützt mir nichts, aber wenn einer seine Hörgewohnheiten beschreibt und das Produkt vergleichend testet, dann kann ich damit schon mehr anfangen.
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