
Über 90 Prozent aller Suchanfragen weltweit gehen an Google. Wer „mal eben etwas googeln“ sagt, meint damit schlicht: im Internet suchen. Doch die Unzufriedenheit wächst – über Werbung, Tracking und die Frage, was Google mit unseren Daten macht. Also einfach wechseln?
So einfach ist es leider nicht. Das Problem liegt tiefer, als die meisten Google-Alternativen-Listen verraten.
Das eigentliche Problem: Es gibt fast nur zwei Suchindizes
Bevor wir über Alternativen reden, müssen wir über eine unbequeme Wahrheit sprechen. Denn sie verändert die gesamte Diskussion.
Wenn Sie „Suchmaschine“ hören, stellen Sie sich vermutlich vor, dass irgendwo ein riesiger Computer das gesamte Internet durchforstet und einen eigenen Index aufbaut – eine Art Katalog aller Webseiten. Genau das tun aber nur ganz wenige Anbieter. Im westlichen Internet gibt es im Wesentlichen zwei große, unabhängige Suchindizes: den von Google und den von Microsoft Bing.
Und jetzt kommt der Punkt, den die meisten Artikel über Google-Alternativen dezent verschweigen: Fast alle alternativen Suchmaschinen – DuckDuckGo, Ecosia, Qwant und teilweise auch Kagi – beziehen ihre Ergebnisse ganz oder teilweise von Bing. Startpage wiederum liefert Ihnen Google-Ergebnisse in anonymisierter Form zurück. Die bunte Vielfalt an Suchmaschinen ist zu einem erheblichen Teil eine Vielfalt an Oberflächen über demselben Microsoft- oder Google-Index.
Lediglich Brave Search und mit Einschränkungen Mojeek betreiben einen eigenen, vollständig unabhängigen Suchindex. Alle anderen sind im Kern Zwischenhändler.
Ich finde das wichtig zu wissen, weil es die Debatte ehrlicher macht. Wenn DuckDuckGo Ihnen ein schlechtes Ergebnis liefert, liegt das meist nicht an DuckDuckGo, sondern an Bing. Und wenn Startpage ein gutes Ergebnis liefert, liegt das nicht an Startpage, sondern an Google.
Bei den meisten Alternativen geht es also nicht um bessere Suchtechnologie. Es geht um eine andere Philosophie beim Umgang mit Ihren Daten. Und das ist durchaus viel wert – man muss es nur wissen.
Warum das Wechseln trotzdem lohnt
Dass die meisten Alternativen auf fremde Indizes zurückgreifen, heißt nicht, dass ein Wechsel sinnlos wäre. Im Gegenteil.
Jede Suchanfrage bei Google wird mit Ihrem Google-Konto verknüpft – oder, falls Sie keins nutzen, mit einem detaillierten Profil aus Browser-Fingerprint, IP-Adresse und Suchverlauf. Daraus entsteht ein erstaunlich genaues Bild Ihrer Interessen, Sorgen und Gewohnheiten. Sie suchen nach „Scheidungsanwalt Nürnberg“? Google weiß das. Sie suchen dreimal pro Woche nach Symptomen einer bestimmten Krankheit? Google weiß das auch.
Dazu kommt ein Problem, das viele Nutzer erst auf den zweiten Blick bemerken: Die ersten Ergebnisse auf der Google-Seite sind immer häufiger Anzeigen, die sich optisch kaum noch von echten Treffern unterscheiden. Wer nicht genau hinsieht, klickt auf Werbung, ohne es zu merken.
Eine alternative Suchmaschine kann Ihnen dieselben oder ähnliche Ergebnisse liefern – nur eben ohne die Überwachung. Und das ist ein echter Unterschied, auch wenn der Index im Hintergrund derselbe ist.
DuckDuckGo: Das gleiche Bing, aber ohne Profil
DuckDuckGo ist die Suchmaschine, die fast jeder nennt, wenn es um Google-Alternativen geht. Das Versprechen: keine Speicherung von Suchanfragen, kein Nutzerprofil, kein personalisiertes Tracking. Und dieses Versprechen hält DuckDuckGo weitgehend ein.
Die Ergebnisse stammen hauptsächlich von Bing, ergänzt durch einen eigenen Webcrawler und weitere Quellen. Für englischsprachige Suchen funktioniert das in der Regel gut. Bei deutschen Suchanfragen merkt man allerdings hin und wieder, dass die Ergebnisse weniger treffsicher sind als bei Google – besonders bei sehr lokalen oder spezifischen Fragen. Das liegt aber, wie gesagt, an Bing, nicht an DuckDuckGo.
Was viele nicht wissen: DuckDuckGo finanziert sich durch Werbung. Auch hier erscheinen Anzeigen neben den Ergebnissen. Der Unterschied zu Google: Die Anzeigen basieren ausschließlich auf dem, was Sie gerade suchen, nicht auf einem über Jahre aufgebauten Profil. Wenn Sie „Laufschuhe“ eingeben, sehen Sie Werbung für Laufschuhe – aber nicht, weil DuckDuckGo weiß, dass Sie letzte Woche einen Marathon gegoogelt haben.
Fazit: Solide Wahl für datenschutzbewusste Nutzer. Die Ergebnisse sind Bing-Ergebnisse in besserem Gewand – und für den Alltag reicht das oft aus.
Startpage: Google-Ergebnisse ohne Google-Tracking
Startpage verfolgt den ehrlichsten Ansatz: Die Suchmaschine gibt offen zu, dass Google die besten Ergebnisse liefert, und reicht Ihre Anfrage anonymisiert an Google weiter. Sie bekommen die Qualität der Google-Suche, ohne den Preis der Google-Überwachung zu zahlen.
Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, und tatsächlich gibt es einen Haken: Startpage ist abhängig davon, dass Google diese Nutzung weiterhin toleriert. Google könnte den Zugang jederzeit einschränken oder verteuern. In der Vergangenheit gab es bereits Phasen, in denen Startpage zeitweise keine Ergebnisse liefern konnte.
Startpage gehört einem niederländischen Unternehmen und unterliegt damit der DSGVO. 2019 sorgte allerdings eine Investition des amerikanischen Werbeunternehmens System1 für Unruhe in der Datenschutz-Community. Startpage beteuert seitdem, dass System1 keinen Zugriff auf Nutzerdaten hat – aber das Vertrauen wurde bei manchen Nutzern erschüttert.
Fazit: Beste Ergebnisqualität aller Alternativen, weil es Google-Ergebnisse sind. Aber man tauscht eine Abhängigkeit (von Googles Tracking) gegen eine andere (von Googles Wohlwollen).
Kagi: Was passiert, wenn man für die Suche bezahlt
Kagi geht einen radikal anderen Weg: Statt über Werbung finanziert sich diese Suchmaschine über ein Abo-Modell. Ab 5 US-Dollar pro Monat (im günstigsten Tarif für begrenzte Suchanfragen) bekommen Sie eine werbefreie Suche ohne Tracking.
Die Ergebnisse speist Kagi aus eigenen Crawlern und verschiedenen externen Quellen, darunter auch Google und Bing. Es ist also ein Hybrid – kein vollständig unabhängiger Index, aber auch keine reine Bing-Oberfläche. Das Besondere: Sie können selbst einstellen, welche Websites in Ihren Ergebnissen bevorzugt oder herabgestuft werden. Wer beispielsweise Pinterest oder Reddit-Threads aus den Ergebnissen verbannen möchte, kann das tun.
Die Qualität der Ergebnisse ist beeindruckend – viele Kagi-Nutzer berichten, dass sie weniger scrollen müssen und schneller finden, was sie suchen. Gerade bei Fachfragen und technischen Themen schlägt sich Kagi oft besser als die Konkurrenz.
Der offensichtliche Nachteil: Sie müssen bezahlen. Für die meisten Menschen ist eine Suchmaschine ein Werkzeug, das „einfach da“ ist – der Gedanke, dafür monatlich zu zahlen, fühlt sich fremd an. Andererseits: Wenn Sie nicht mit Geld bezahlen, bezahlen Sie mit Daten. Kagi macht diesen Tausch sichtbar.
Fazit: Die technisch überzeugendste Alternative – und ein interessantes Experiment, das zeigt, wie eine Suchmaschine ohne Werbeanreize aussehen kann.
Brave Search: Der einzige wirklich unabhängige Weg
Brave Search verdient besondere Aufmerksamkeit, weil es die einzige große Alternative ist, die einen vollständig eigenen Suchindex betreibt – keine Bing-Ergebnisse, keine Google-Ergebnisse im Hintergrund. Das ist technisch beachtlich und im Grunde das, was sich die meisten Menschen unter einer „anderen Suchmaschine“ vorstellen.
Die Ergebnisqualität hat sich seit dem Start 2021 deutlich verbessert, erreicht bei deutschen Suchanfragen aber noch nicht immer das Niveau der etablierten Anbieter. Ein eigener Index braucht Zeit, um zu reifen – Google hatte dafür über zwei Jahrzehnte Vorsprung.
Fazit: Die unabhängigste Alternative. Wer das Bing-Google-Duopol wirklich durchbrechen will, sollte Brave Search im Auge behalten – auch wenn es heute noch nicht in jeder Situation die besten Ergebnisse liefert.

Ecosia und Qwant: Solide, aber gleicher Index
Ecosia pflanzt Bäume mit seinen Werbeeinnahmen und nutzt im Hintergrund Bing-Ergebnisse. Die Suchqualität ist solide, der ökologische Ansatz sympathisch. Für den Datenschutz gilt allerdings: Ecosia sammelt weniger als Google, aber mehr als DuckDuckGo.
Qwant kommt aus Frankreich, unterliegt der DSGVO und betont europäische Datensouveränität. Die Ergebnisse basieren teilweise auf Bing, teilweise auf einem eigenen Index. Qwant hatte in der Vergangenheit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, ist aber weiterhin aktiv.
Beide Suchmaschinen sind gute Optionen – aber im Kern bekommen Sie auch hier Bing-Ergebnisse in einer anderen Verpackung.
Was ich selbst daraus gelernt habe
Ich habe mich jahrelang für einen informierten Internetnutzer gehalten und trotzdem jeden Tag reflexartig Google benutzt. Als ich für diesen Artikel die Alternativen systematisch getestet habe, war die größte Überraschung nicht, wie die Ergebnisse aussahen – sondern wie schwer es mir fiel, die Gewohnheit zu ändern. Google ist nicht nur ein Produkt, es ist ein Reflex.
Inzwischen nutze ich DuckDuckGo als Standard für schnelle Alltagssuchen. Wenn ich etwas Bestimmtes nicht finde, ergänze ich gezielt mit Startpage oder – ja, zugegeben – direkt mit Google. Kagi habe ich eine Weile getestet und war beeindruckt. Ob mir die Suche 5 Dollar im Monat wert ist, habe ich noch nicht abschließend entschieden. Aber allein die Tatsache, dass diese Frage sich stellt, zeigt, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben, mit Daten statt mit Geld zu bezahlen.
Die ehrliche Bilanz
Das Problem ist nicht, dass die Alternativen schlecht sind. Das Problem ist, dass fast alle denselben Index benutzen. Wer von Google zu DuckDuckGo wechselt, wechselt im Kern von Googles Index zu Microsofts Index. Wer zu Startpage wechselt, bleibt sogar bei Googles Index – nur eben anonym. Echte technische Vielfalt bieten bisher nur Brave Search und Kagi mit ihren eigenen Crawlern.
Aber – und das ist entscheidend – beim Datenschutz macht der Wechsel einen realen Unterschied. Sie bekommen vielleicht keine grundlegend anderen Ergebnisse, aber Sie hinterlassen erheblich weniger Spuren. Und in einer Welt, in der Daten zur Währung geworden sind, ist das keine Kleinigkeit.
So stellen Sie Ihre Standardsuchmaschine um
Der Wechsel ist in allen gängigen Browsern eine Sache von dreißig Sekunden:
- Firefox: Einstellungen > Suche > Standardsuchmaschine
- Chrome: Einstellungen > Suchmaschine > in der Adressleiste verwendete Suchmaschine
- Edge: Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste > Adressleiste und Suche
- Safari: Einstellungen > Suche > Suchmaschine
DuckDuckGo, Startpage und Ecosia sind in den meisten Browsern bereits als Option hinterlegt. Für Kagi und Brave Search müssen Sie die URL manuell als benutzerdefinierte Suchmaschine eintragen – beide Anbieter erklären auf ihren Websites, wie das geht.
Konkrete Empfehlungen
Hier meine ehrliche Einschätzung, abhängig davon, was Ihnen wichtig ist:
- Datenschutz bei guter Alltagstauglichkeit: DuckDuckGo – kostenlos, einfach einzurichten, guter Kompromiss (Bing-Index)
- Beste Ergebnisqualität ohne Google-Konto: Startpage – im Grunde Google ohne Überwachung (Google-Index)
- Werbefrei und konfigurierbar: Kagi – technisch beeindruckend, kostet aber Geld (Hybrid-Index)
- Echte Unabhängigkeit: Brave Search – der einzige Anbieter mit eigenem Index, der nicht von Google oder Bing abhängt
- Gutes Gewissen: Ecosia – wenn Ihnen der ökologische Aspekt wichtig ist (Bing-Index)
Sie müssen sich nicht für eine einzige Suchmaschine entscheiden. Stellen Sie DuckDuckGo oder Startpage als Standard ein und wechseln Sie zu Google, wenn Sie wirklich nicht finden, was Sie suchen. Allein dadurch reduzieren Sie die Menge an Daten, die Google über Sie sammelt, erheblich – ohne auf gute Ergebnisse verzichten zu müssen.
Die beste Nachricht: Der Wechsel kostet nichts, dauert Sekunden und lässt sich jederzeit rückgängig machen. Probieren Sie es einfach mal zwei Wochen lang aus. Wenn es nicht passt, ist Google nur einen Klick entfernt.
Welche Suchmaschine nutzen Sie? Haben Sie schon Erfahrungen mit einer der Alternativen gemacht? Schreiben Sie es uns in die Kommentare – wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.
Kommentare
Blog als Bookmark (statt Newsletter auf Wiedervorlage) und wenn mich das Thema anspricht, guck ich vorm Wochenende rein … bisher gut aufbereitete Beiträge gefunden :)
Deshalb nutze ich z.Zt. DuckDuckGo. Allerdings bin ich mit den Ergebnissen - da auf dem schlechteren Bing-Index beruhend - nicht immer zufrieden.
Die Brave-Search wird wegen ihrer Unabhängigkeit für mich zunehmend interessanter (Und der Browser ist sicherheitstechnisch ja auch - neben Firefox - recht gut).
Manchmal muss man aber tatsächlich Google selbst nutzen. Viel - und vor allem gesponserte - Werbung findet sich darin an erster Stelle. Und man gibt tatsächlich viele Daten zur Erstellung eines persönlichen Profils ab. Aber manches davon kann man Browser-intern oder über Zusatz-Tools reduzieren. Zudem finde ich die Google Kombination von Zusammenfassung und Links gar nicht so schlecht.
Moderne, komplexere Suchanfragen laufen bei mir allerdings mittlerweilen über die KI - vor allem Perplexity für Recherchen (mit Quellenangaben) und danach (für die Aufarbeitung) über NotebookLM.
Ich nutze seit längerem BRAVE mit DuckDuckGo.
Und überraschenderweise sind der Kagi Übersetzer, die Grammatikprüfung und das Wörterbuch echt gut. Ich frag mich, welche Technik dahinter steckt. Bis jetzt hab ich es nicht herausgefunden. Auf jeden Fall werden keine AI-Tokens dafür in Rechnung gestellt.
Anfänglich wirkt die Darstellung ungewohnt und man muss sein Gehirn ein wenig trainieren, bis es „den“ Treffer schnell erfasst, aber das geht zügig.
Generell und durch das Ausfiltern lästiger Quellen, hat man das Ergebnis unter den ersten Einträgen und muss selten weit scrollen. Dafür bezahle ich sehr gerne die 5,95 USD monatlich. Darüber hinaus nutze ich hin und wieder metager, wenn ich das Gefühl habe, ein größeres Bild zu benötigen.
Google ziehe ich nur noch zur Produktrecherche heran, da mich genau dann auch die Werbetreffer interessieren.
@SM Danke für diesen interessanten Blog!
Entschuldigung. Ich konnte nicht widerstehen (:
Du bindest Dich ja nicht 24 Monate oder verkaufst Deine Seele.
Dein Einsatz sind lediglich 5,95 USD!
Und man benötigt auch mehr als zwei, drei Suchanfragen!
Das Auge / Gehirn ist auf Google trainiert und findet die Kagi-Ergebnisse erstmal etwas „fad“. Das dauert schon seine Zeit, schließlich hat man seit Jahren gelernt, Google zu lesen. Durch das hoch/runterstufen werden die Ergebnisse immer relevanter und das doomscrolling, das die Webdesigner heute für chic halten, ist zumindest bei der Suche nicht mehr nötig.
Dass es keinen Testaccount gibt finde ich nicht schlimm. Sonst würden sich die ganzen myDealz-Jünger jeden Monat einen neuen Account aufmachen.
https://www.privacyofficers.at/der-gemeinsame-weg-von-qwant-und-ecosia-zu-digitaler-souveranitat-und-datenschutz-in-europa/
Mittlerweile werden wohl ~30 der Suchanfragen schon über den eigenen Index ausgeführt.
Damit sind die beiden eigentlich die wichtigsten Alternativen, weil sie nicht nur von Google, sondern auch von den US Tech-Konzernen unabhängig machen.
Im Laufe der Jahrzehnte habe ich schon viele Suchmaschinen verwendet, die meisten davon gibt es nicht mehr oder es gibt noch den Namen, aber mit ganz anderer Funktion: Yahoo, Altavista, Netscape, Fireball, paperboy.de, Metager.de, etliche deren Namen ich vergessen habe und dann eben jahrelang Google und gelegentlich Bing, bis ich auf Duckduckgo gestoßen bin. META für feministische Recherchen, Google Scholar für einen ersten Überblick über wissenschaftliche Lieteratur, diverse Bibliotheks(verbunds)kataloge ...
Ich nutze seit 3 Jahren den Browser "VIVALDI".
- ist ein norwegisches Unternehmen
- Norwegen hat strenge Datenschutzbestimmungen
- Gründer hatte früher massgebend bei OPERA mitgearbeitet
- hat VPN Kooperation mit Proton in der Schweiz
- gut den eigenen Bedürfnissen anpassbar
Ich nutze lokal in meinem Netz, die in meinem Docker-Container laufende Suchmaschine "SearXNG", mit der ich seit Jahren zufrieden bin. In den Einstellungen kann man für die Meta-Suchmaschine sehr detailliert hinterlegen, von wo man sich Suchergebnisse liefern lassen möchte. Da die Suche entkoppelt ist, wird die Privatsphäre gewahrt.
Kann ich jedem empfehlen, der sowieso ein NAS laufen hat.
Wer mehr Infos zu searXNG haben möchte, der sollte bei Youtube mal nach "SearXNG" suchen. Dort gibt es ein gutes Video von Juergen Barth, der am Anfang kurz die Vorzüge und danach die Installation erklärt.
Ich setze das auch lokal im docker ein.
Dazu setze ich lokal über open-webui eine lokale ki ein und diese sucht erforderliche aktuelle Ergebnisse auch über searXNG über den Container.
Sehr zu empfehlen und gar nicht so schwer aufzusetzen.
Es ist schon eine Schande, dass Europa keinen eigenen Suchindex betreibt. Da müssen die wohl erst mal in Amerika nachfragen, wie man so etwas macht.
haben Sie gaaahnz herzlichen Dank dafür! Ich fühle mich zum einen bestätigt betreffs meiner (bereits in den 2010-Jahren erfolgten) radikalen Abkehr von der unseligen Datenkrake Google. Bin damals in ganz grundsätzlicher Weise umgestiegen auf Duckduckgo; und das reicht mir im Normalfall fast immer bei meinen äußerst zahlreichen Suchanfragen.
Für die Beschränkung auf wissenschaftlich geprägte Suchergebnisse gibt es aber wohl noch keine Alternative zu Google-Scholar - oder kennen Sie da noch was? Und gäbe es auch brauchbare Alternativen zu Google-Flights und Google-Maps?
Ansonsten werde ich auf Basis Ihres Beitrags künftig auch "Startpage" und "Brave" stärker berücksichtigen, mir vielleicht sogar das kostenpflichtige "Kagi" leisten. Denn die völlig extreme, ja total überdimensionale Überwachung durch Google ist für mich absolut inakzeptabel. Und das Gros der Nutzer ahnt wohl nicht, was sie sich mit "Googlen" antun, in welchem Ausmaß sie sich entblößen, welcher Dimension digitaler Nacktheit sie sich aussetzen gegenüber dem Datengeier Google.
MfG und nochmals gaaahnz herzlichen Dank!
Das erste was ich bei einer Neuinstallation mache, ist, im Browser DDG als default search einrichten.
Ich suche inzwischen zu 95%+ in DDG.
Wenn ich was in DDG nicht finde, einfach !g vor die Suchanfrage schreiben, dann wird die Anfrage aus DDG an Google weitergeben. Von diesen 'Bangs' in DDG gibt es viele, wie zB '!gm Obgergünzburg' das geht an GoogleMaps.
Beste Grüsse
André
Aufgrund der Erwähnung von "Metager" (durch die obigen Kommentatoren Hagen, Jutta und Jürgen) habe ich mich soeben bei Metager angemeldet - und bin zunächst mal mit 5 Euro für meine ersten 500 Anfagen dabei. Diese Meta-Suchmaschine hatte ich schon in den 2000er Jahren verwendet, dann aber aus den Augen verloren.
Daher auch "Danke" an Hagen, Jutta und Jürgen!
Zu ergänzen: DuckDuckGo-Browser auf Sphone installiert hat noch Vorteile
_auf deutsche Ergebnisse einstellen_ _VPN nutzen_ _ Tracker blockieren_
Soweit mir bekannt, muss jeder Broswer im Apple-Universum auf die WebKit-Engine von Apple aufsetzen, auch wenn er beispielsweise Firefox oder Google Chrome heißt.
Nutzt man in Firefox (FF) das separate Suchfeld (Suchleiste), kann man äußerst variabel mehrere Suchmaschinen verwenden und seine Suchanfrage mit nur einem Klick sehr einfach an die gewünschte Engine übergeben (siehe dazu https://support.mozilla.org/de/kb/suchmaschinen-in-firefox-hinzufuegen-oder-entfernen). Ähnlich funktioniert das z.B. bei Vivaldi, oder Pale Moon. Bei vielen anderen Browsern sind alternative Suchmaschinen leider nur über das Adressfeld ansteuerbar, unter Verwendung des Shortcuts für die jeweils gewünschte Suchmaschine. Dies erfordert jedoch, dass man sich immer an das richtige Kürzel erinnert.
Noch etwas Generelles: Das Nutzen von klassischen Suchmaschinen bzw. eigentlich eher das Nutzungsverhalten, wie in dem Artikel beschrieben, verändert sich derzeit ohnehin stark. KI-Suche und agentisches Suchen lösen klassische Suchmaschinen (Webcrawler) ab, sofern diese nicht selbst KI-gestützte Suchalgorithmen und -funktionen integrieren. Siehe dazu die aktuelle Entwicklung bei Google-Search.
Wow, dass ich über DuckDuckGo auch Google nutzen könnte mittels des Präfix "!g" und GoogleMaps mittels "!gm" - ist mir völlig neu!
Danke an André!
• Vor dem Aufruf der Seite erfolgt der Zugriff auf den DNS-Server. Hier gibt es beispielsweise ein kostenloses Angebot von Google - dabei wird natürlich mitgelesen, was der Nutzer sehen will.
• Alle Browser basieren auf nur drei Browser-Engines: Chrome (Google, Bing, Opera, Brave, ....), Gecko (Firefox, Tor, LibreWolf und der veraltete Seamonkey) und WebKit (nur im Apple-Universum, also iPhone, iPad, Mac). Und die Herren der Suchmaschinenindizes setzen beide auf Chrome ...
Zum Einfügen in Firefox
"good search"
Ausprobieren für 2€ im Monat
Jederzeit kündbar
Lg Andi
Danke auch an alle Kommentierenden für die wertvollen Tipps.
Ich habe vor ein paar Jahren mal DuckDuckGo benutzt, habe aber gemerkt, dass die Suchergebnisse nicht zufriedenstellend waren. Werde der Suchmaschine aber nochmal eine Chance geben.
MetaGer hatte ich auch mal genutzt, irgendwann wurde es aber nur noch Google bei mir. Überlege ich mir, das wieder zu nutzen, sollte mir DuckDuckGo immer noch nicht zusagen.
Auch Startpage werde ich mal testen.
Danke für die Info!!
GOOD ist eine nicht gewinnorientierte Suchmaschine aus Deutschland. Sie nutzt den Suchindex der Suchmaschine Brave😀
Ich nutze Qwant jedenfalls schon länger und bin sehr zufrieden.
Daher sehr interessant, dass Qwant/Ecosia daran arbeiten, sich europäisch aufzustellen. Danke für die Hinweise.
Spannend finde ich, dass viele nur noch über AI suchen. Spannend insofern, dass dafür gerne bezahlt wird, aber ein anderen Suchanbieter das kostenlos zu machen hat.
Besucht bitte auch die Orginalwebseiten. AI crawlt für null, will aber bezahlt werden. Die Originalanbieter bekommen keine Seitenaufrufe (Anerkennung) mehr, und werden das irgendwann einstellen, weil sie keine AI-Lieferanten sein möchten und sich niemand mehr richtig informiert. Und dann müssen sie sich in Foren anhören "Chatgpt hat gesagt" ...
Nach Kagi werde ich schauen, kannte ich nicht.
Danke an alle hier.
Die erwähnte (finanzielle) Abhängigkeit von Google spürt man übrigens immer mehr bei Firefox. Seit der Version 152 kann man Suchmaschinen zwar wählen, doch sie können nicht mehr gelöscht werden. Als überzeugter Google-Vermeider stimmt mich das sehr ärgerlich, war dies doch bis hin zur Version 151 noch möglich. Jetzt sind die Suchmaschinen nur mehr deaktivierbar, bleiben aber stets angezeigt.
Natürlich möchte (und muss) Firefox als Hauptempfänger von vielen Millionen Dollar Google als Standardsuchmaschine setzen, und die Rechnung geht auch auf, denn wer von Otto Normalverbraucher wechselt schon die Suchmaschine weg von Google zu einem anderen (vielleicht unbekannten) Anbieter.
Ärgerlich ist auch, dass die großen Anbieter (Google und Microsoft) sich immer mehr der KI verschrieben haben, und sich dies auch in den Suchergebnissen widerspiegelt. Das wird sich in Zukunft nur verschlimmern. Mundgerecht aufbereitete Suchergebnisse sind natürlich für viele Anwender viel mehr erwünscht, als sich selbst nach Details umzusehen. Aber die Rechnung wird noch kommen und sie wird bitter werden. Doch das ist eine andere Geschichte.
Wäre heute eine neu abzuwägen. Für gewöhnliches die Suchmaschine und für komplexeres die KI.
Ich nutze seit Jahren primär Startpage. Google nur, wenn ich nichts zutreffendes finde. Mittlerweile dann auch die MS Ki.
FRU: Danke für den Hinweis auf METAGER.
Als Ergänzung zum Artikel, Google kann trotzdem vermuten wer gerade sucht, wenn google schon ein Profil von jemanden hat, die art wie man sucht könnte Google wieder erkennen ohne es direkt zu wissen. Aber das gilt auch für jede andere Suchmaschine die Profile erstellt.
Grüße
Bei DuckDuckGo gibt es m.W. noch eine Funktion, die den Such-Index von google anzapft: Man muss nur g! vor die Suchanfrage schreiben, dann reicht DuckDuckGo die Anfrage an google weiter - ohne, dass google Daten abgreifen kann
Danke!
Wilms
machen Sie so weiter,
denn dann hat Europa eine Chance,
Zwei Ergänzungen über MetaGer hinaus.
A/ KI Suchen sind nicht aufgeführt, hätten durchaus dazu gehört
B/ BRAVE und PALANTIR- Wurzeln aus 2016.
Ein Grund, warum ich den Brave eliminiert habe.
Grundsätzlich aber: "wo kommt es her".
Mir fehlt ein gleicher bzw. vergleichender und systematischer Aufbau des Artikels.
"W-Fragen" helfen beim strukturellen Aufbau....
Gerne mehr solcher Artikel.
Vielen Dank.
https://docs.searxng.org/
Hier eine Instanz zum selbst testen:
https://search.rhscz.eu/
Wer eine europäische Alternative zu Google Maps sucht, sollte sich einmal Here We Go (https://wego.here.com) ansehen. In diesem Zusammenhang kann ich auch den Browser Vivaldi aus Norwegen empfehlen.
Wie wäre es mal mit einem Beitrag über den "Digitalen Unabhängigkeitstag"?
Ich nutze schon länger METAGER und bin an sich zufrieden damit. KI - Suche lehne ich ab, da ich von der KI zu viel phantasierte Ergebnisse bekomme. Ja, "manchmal" findet auch die KI das was ich suche, aber die Ergebnisse werden meines Erachtens immer schlechter.
Sonst nutze ich auch Startpage gerne. Kagi kannte ich bisher noch nicht.
Good Search ist ein deutsches Unternehmen mit Abo-Modell aber für gute Leistung mit Top-Datenschutz zahle ich gerne…..Schaut es euch mal an
Der einzige Browser, den ich nutze, ist "Brave", sehr zufrieden soweit...
Mike
PS Von der "Geräteverschlüsselung" in Windows 11 Home gar nicht zu reden, grauenhafter Mist, ungewünscht aktiv, hat mich 3 Wochen gekostet.
NB zurück an HP Deutschland, BS zurückgesetzt, seitdem läuft alles rund...
Danke!